Evangelisch-lutherische

Kirchengemeinde Fuhlen

 

 

Das Altarhaus  

Das geräumige, 1740 angefügte Altarhaus, ein nüchterner Bau von rechteckigem Grundriß, ist mit einem hölzernen Spiegelgewölbe geschlossen. Wie in Beckedorf ist in der Ostwand hinter dem Altar eine Tür angelegt; die großen, rechteckigen Fenster geben ein reichliches Licht.  

Ein Grundriss von 1737 zeigt, dass die Kirche ursprünglich tatsächlich eine halbrunde Apsis (eine Apsis ist eine halbrunde Altar-Nische) besaß. Diese wurde wahrscheinlich während Renovierungsarbeiten entfernt.  

Der Altar hat einen bescheidenen Aufsatz, das beschädigte Bild ist mit grauer Ölfarbe überstrichen. Nicht mehr vorhanden ist das stark vergoldete Bildwerk mit geschnitzten Figuren, auf welchem sich die Himmelskönigin mit dem Jesuskinde, umgeben von den Aposteln, dargestellt fand. Das Altargerät ist neu. Zwei 50 cm hohe Altarleuchter aus Zinn; auf dem Fuß roh gravierte Darstellungen von Segelschiffen und eine männliche Gestalt, die einen Anker hält, bzw. eine Frau mit einem Vogel in der Hand; außerdem die Inschrift: „ZVM GEDÄCHTNIS DER KIRCHEN ZV FVHLEN – SIMON ARENT STEFFEN“ bzw. „CHRISTINA DORATIA KLAVSEN – ANNO 1761“. Der alte Marienaltar wurde ins Museum nach Marburg transportiert.